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Intensivtherapie/ Intermediate Care

Intensivtherapie

Die interdisziplinäre Intensivstation mit derzeit bis zu 42 Beatmungsbetten steht unter fachlicher und organisatorischer Leitung der Abteilung und betreut in enger Zusammenarbeit mit den chirurgischen und konservativen Fachabteilungen schwerstkranke Patienten aller operativen und internistischen Fachdisziplinen. Weitere 44 operative Intermediate Care Betten, ebenfalls unter anästhesiologischer Leitung, erlauben ein abgestuftes Therapiekonzept.

 

Intensivstation

Auf der Intensivstation (aktuell 36, perspektivisch bis zu 42 Beatmungs-Betten)  werden jährlich über 2200 Patienten mit schwerer Organdysfunktion behandelt. 

Entsprechend der Schwerpunktbildung der Zentralklinik im Bereich respiratorischer und kardiovaskulärer Erkrankungen, nimmt die Therapie dieser Organssysteme auch in der Intensivmedizin breiten Raum ein, hier insbesondere die Behandlung des akuten Lungen- und Kreislaufversagens. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Patienten mit schwerer Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems, sei es mit operativem oder nicht-operativem Schwerpunkt. Hier umfasst das Spektrum alle Arten intrakranieller (inkl. vaskulärer) Pathologie wie auch akute und chronische komplexe Rückenmarksschädigungen. 

Apparativ kommt ein breites Spektrum an  Organunterstützungsverfahren (kontinuierliche Nierenersatztherapie inkl. Genius-System, IABP, PECLA, ECMO, Hochfrequenzbeatmung, Leberunterstützungsverfahren) sowie alle Formen des invasiven Monitorings von Organfunktionen zur Anwendung.

Die Krankheitsschwere der Patienten ist sehr hoch, dies drückt sich in entsprechend hohen Zahlen typischer intensivmedizinischer Prozeduren aus. Beispielhaft genannt seien:

  • Ca. 270 perkutane Dilatationstracheotomien pro Jahr
  • Nierenersatzverfahren inklusive CVVHD und SLEDD (Hämodiafiltration, ca. 900 Behandlungen pro Jahr)
  • Intraaortale Ballon-Pumpe zur Kreislaufunterstützung (ca. 170 Patienten pro Jahr)

Das ärztliche Behandlungsteam der  Intensivstation stellt das innerklinische Reanimationsteam und ein Team zur Schockraumversorgung schwerverletzter (polytraumatisierter) und schwerkranker Patienten der Notaufnahme, beides natürlich in 24-Stunden-Verfügbarkeit. 

Aufgrund des kardiologischen Schwerpunkts des Klinikums, betreuen wir jährlich ca. 80 - 100 Patienten, die nach präklinischer kardiopulmonaler Reanimation zugewiesen werden. Für die leitliniengerechte intensivmedizinische Behandlung dieser Patienten stehen invasive und nicht invasive Methoden zur Anwendung therapeutischer Hyothermie zur Verfügung.

 

Operative Intermedaite Care Station

Auf zwei interdisziplinären Intermediate Care Stationen mit 44 Betten werden in der Regel ca. 60 - 70 % unserer nichtbeatmeten postoperativen Patienten behandelt. Im Jahre 2010 versorgten wir hier über 5250 Patienten. Die Arbeit auf den IC-Stationen ermöglicht eine umfassende Weiterbildung in der perioperativen Medizin inklusive akuter Schmerztherapie. 

Im Aufwachraum mit 8 Betten versorgten wir 3070 Patienten in 2010.

Eine Erweiterung des Bereichs Intensivtherapie/ Intermediate Care Therapie mit Erhöhung der Bettenzahl steht unmittelbar (2011) bevor. Diese Kapazitäts- und Strukturerweiterung wird die bestehenden Möglichkeiten zur Verwirklichung perioperativer Therapiekonzepte weiter verbessern und ein Höchstmaß an Interdisziplinarität bei der Behandlung unserer kritisch kranken Patienten ermöglichen.