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Sedierung

Mit verschiedenen Medikamenten kann die Untersuchung angenehmer für Sie durchgeführt werden. Folgende Möglichkeiten stehen mit verschiedenen Vor- und Nachteilen zur Verfügung:

Untersuchung ohne Medikamente

Vorteil:

  • Sie können nach der Untersuchung aufstehen und direkt im Anschluss in Abhängigkeit vom Untersuchungsbefund essen.

Nachteil:

  • Das Schlucken des Magenspiegelungsschlauches kann unangenehm sein. Während der Untersuchung müssen Sie gegebenenfalls mehrfach aufstoßen.

Untersuchung mit einer Rachenbetäubung

Bei der Rachenbetäubung wird Ihnen ein Medikament (sog. Lokalanästhetikum) in den Rachen gesprüht, das den Rachen und die Schleimhaut betäubt.

Vorteil:

  • Das Schlucken des Magenspiegelungsgerätes ist dadurch angenehmer als ohne Medikament. Sie können nach der Untersuchung direkt aufstehen und dürfen auch Autofahren.

Nachteil:

  • Essen ist erst erlaubt, wenn die Rachenbetäubung (ca. 30-60 min) nicht mehr wirkt. Es besteht die Gefahr, dass Sie sich beim Essen verschlucken können, wenn Sie nicht warten, bis die Betäubung nicht mehr wirkt. Allergische Reaktionen auf das Medikament kommen vor.

Sedierung

Untersuchung mit einem Medikament, das über die Vene gespritzt wird, so dass Sie während der Untersuchung schlafen.

Es gibt zwei Medikamente, die Sie zum schlafen gespritzt bekommen können. Das eine Medikament heißt Midazolam und das andere Medikament Disoprivan.

Midazolam führt zu einem leichten Schlaf und Benommensein. Nach der Untersuchung vergessen Sie, was während der Untersuchung passiert ist (sogenannte retrograde Amnesie). Die Wirkung unterscheidet sich von Patient zu Patient. Die Wirkung des Medikamentes hält ca. 10 – 20 min an. Bei unerwünschten Wirkungen kann man ein Gegenmedikament (Flumazenil) verabreichen, das die Wirkung von Midazolam aufhebt.

Disoprivan führt zu einer kurzen Narkose, d.h. Sie schlafen während der Untersuchung und bekommen von der Untersuchung nichts mit. Die Wirkdauer des Medikamentes ist kurz, so dass man es entweder als Dauerinfusion oder durch Gabe von vielen kleinen Portionen verabreicht.

Während der Untersuchung bekommen Sie zur Überwachung ein Messgerät für die Sauerstoffkonzentration an den Finger geklemmt und zusätzlich je nach Untersuchungslänge ein EKG zur Überwachung der Herzfrequenz angelegt.

Vorteil:

  • Sie schlafen während der Untersuchung und bekommen von dieser im Normalfall nichts mit. Die Sicherheit und Nebenwirkungen der Medikamente sind überschaubar, so dass sich das „Narkoserisiko“ in Grenzen hält.

Nachteil: 

  • Nach der Untersuchung sind Sie noch müde und dürfen für 1 – 2 Stunden nicht aufstehen und auch nicht essen. Sie benötigen für die Medikamentengabe eine Infusionsnadel. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Während der Untersuchung kann es passieren, dass Sie nicht ausreichend atmen. Daher wird immer Sauerstoff bei Anwendung von Narkosemedikamenten gegeben und eine entsprechende Überwachung durchgeführt. Ein weitere Nachteil ist, dass nach der Medikamentengabe die sogenannten Schutzreflexe schwächer werden. Schutzreflexe sind z.B. das Husten, wenn man sich verschluckt. Es kann also passieren, dass etwas Magenflüssigkeit in die Luftröhre fließt, ohne dass Sie es merken. So kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. Da Sie jedoch bei allen Untersuchungen nüchtern sind, ist diese Gefahr insgesamt gering. Nach Gabe von Midazolam oder Disoprivan ist das Führen eines KFZ an dem Tag der Untersuchung verboten.