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Akuter Myokardinfarkt

Der akute Herzinfarkt oder akuter Myokardinfarkt (AMI) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens. Durch den Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße kommt es zu einer  Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen die in der Regel länger als 20 Minuten besteht. Dies führt zu einer Unterversorgung der Herzmuskulatur mit Sauerstoff und einem entgültigen Untergang von Herzmuskelgewebe. Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in den Industrienationen.

Symptome

Hauptsymptom des Herzinfarktes ist ein plötzlich einsetzender, starker Schmerz der mehr als 20 Minuten anhalten kann. Meist befindet sich dieser Schmerz im Brustbereich und kann in die Schultern, Arme, Unterkiefer, Oberbauch und Rücken ausstrahlen. 

Häufig treten in der Akutphase des Infarktes Herzrhythmusstörungen auf, auch kleinere Infarkte können durch Kammerflimmern zum plötzlichen Herztod führen.

Ursachen

Meist entsteht ein Herzinfarkt aufgrund einer Unterbrechung der Blutversorgung vor allem bei Konorarsklerose mit Ruptur eines instabilen Plaque und thrombotischem Verschluss eines Konorargefäßes.

Behandlung

Als Reperfusionstherapie sind zwei Behandlungsverfahren etabliert:

  1. Lysetherapie oder Thrombolyse: ist die intravenöse Infusion von Fibrinolytika zur Rekanalisierung einer durch Thrombose akut verschlossenen Konoraraterie. Dies bewirkt die Auflösung von Blutgerinnseln.  Dieses Auflösen von Blutgerinnseln ist nur innerhalb der ersten sechs Stunden nach dem Infarktereignis möglich. Dazu wird  Fibrinolytika eingesetzt, die das Eiweiß Fibrin auflösen, welches die einzelnen Blutbestandteile miteinender verklebt. Dieses Thrombolytikum kann vom Notarzt bereits am Einsatzort verabreicht werden.
  2. Bei der Primär-PCI erfolgt mittels Herzkatheter eine mechanische Rekanalisation des Gefäßes ggf. unter Verwendung von Thrombektomie- und Protektionssystemen mit anschließender Ballondilatation und Stentimplantation. Die periinterventionelle Therapie mit Glykoprotein-Hemmern gehört zum Standart.

Bei Vorliegen eines kardiogenen Schocks stehen in der Zentralklinik Bad Berka zusätzlich der Pulmonalarterienkatheter, die intraaortale Ballonpumpe, die Impella-Pumpe sowie die extrakorporale Membranoxygenation zur Verfügung.