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Echokardiographie

Die Untersuchung der Herzens mittels Ultraschall hat in der Kardiologie eine große Bedeutung und wird auch in der Zukunft noch weiter an Gewicht gewinnen. Dies ist einerseits durch den technischen Fortschritt mit immer neuen Technologien in der Bilddarstellung und tiefgreifenderen Analyseformen bedingt, aber auch durch die mehrheitlich fehlende Invasivität der Echokardiographie-Verfahren. 

Im Herzzentrum Bad Berka in der Klinik für Kardiologie werden an 3 modernen Ultraschall-Geräten das komplette Spektrum der Diagnostik mit transthorakaler und transoesophagealer (Schluck-Echo) Echokardiographie, Doppler-Echokardiographie, Kontrastmittel-Echokardiographie mit Perfusionsmessung, Stress-Echokardiographie und 3-dimensionaler Echokardiographie (3D-Echo) angeboten. Pro Jahr werden ca. 8500 Ultraschall-Untersuchungen des Herzens und auch der herznahen Gefäße in allen Bereichen der Klinik durchgeführt. Es kommen neben den etablierten Verfahren wie der 2-dimensionalen Darstellung und den klassischen Dopplertechniken, auch die aktuellen Methoden der Gewebedoppler-Verfahren mit strain und strain-rate, die Kontrastmittel-Echokardiographie auch mit Perfusionsdarstellung unter Belastung und 3-dimensionale Darstellungen von transthorakal und transoesophageal zur Anwendung. Zudem werden Belastungsuntersuchungen zur Verifizierung von Mitralklappenerkrankungen, von Aortenklappenstenosen bei eingeschränkter Herzleistung (low-gradient Aortenstenose) und von belastungsassoziierten Druckerhöhungen im Lungenkreislauf, hier insbesondere bei angeborenen Herzfehlern z.B. Atrium-Sekundum-Defekt, durchgeführt. Eine weitere wichtige Domäne der Echokardiographie ist die Bildgebung bei komplexen Eingriffen (z.B. perkutane und transapikale Implantation von Aortenklappen-Prothesen oder Ablation eines Septumastes - TASH bei hypertroph-obstruktiver Kardiomyopathie) und bei der Implantation von speziellen Systemen (z.B. Vorhofohr-Verschlußsystem mit transseptaler Punktion oder Schirmchen-Verschluß bei angeborenen Herzfehlern wie Atrium-Sekundum-Defekt) im Herzkatheter-Labor.

Der überwiegende Teil der Untersuchungen wird im Echolabor durchgeführt, allein im Jahr 2008 ca. 7.600 Untersuchungen, zum Großteil transthorakale und transösophageale Echokardiographien.