A A A

Lehre & Forschung

Forschung

Forschung

In der Forschung werden (drittmittelgefördert) eine Reihe von Projekten in nationaler und internationaler Kooperation verfolgt (z. B. Image Fusion von PET und CT bzw. MRT-Bildern, metabolische Strahlentherapieplanung, Entwicklung neuer PET-Radiopharmaka, neue molekulare Therapieverfahren).

Wir sind an verschiedenen nationalen und internationalen Studien beteiligt, was unseren Patienten oftmals die Chance neuer Behandlungsmethoden eröffnet.

Lehre

Lehre

Prof. Dr. Baum hat die Lehrbefugnis der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und hält dort Vorlesungen und Seminare. Weiterhin bestehen für einige Mitarbeiter der Klinik Lehraufträge der Technischen Universität Ilmenau.


Studenten (Famulatur), Praktikanten sowie Diplomanden und Hospitanten sind in unserer Klinik gerne willkommen und werden individuell betreut.

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Seit Eröffnung (1998) des PET-Zentrums und der Klinik für Nuklearmedizin wurden eine Reihe nationaler und internationaler wissenschaftlicher Symposien abgehalten und regelmäßig ärztliche Fortbildungsveranstaltungen (die „Bad Berkaer Gespräche Nuklearmedizin“) organisiert, wofür in der Zentralklinik ein optimal ausgestatteter Hörsaal und ein modernst mit Video- und PC-Technologie ausgestattetes Kultur- und Kongreßhaus genutzt werden können.

Vor kurzem wurde eine MTA-Fortbildung für Thüringen ins Leben gerufen (die „Bad Berkaer Gespräche Nuklearmedizin für MTA“), die zukünftig in regelmäßigen Abständen stattfinden sollen.

Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

Rezeptorvermittelte Tumortherapie (insbesondere von neuroendokrinen Tumoren)

  • erste Tumortherapie mit Yttrium-90 markierten Somatostatin-Rezeptor-Analoga in Deutschland
  • Etablierung als eines der drei weltweit größten Zentren zur peptidvermittelten Radio-Rezeptor-Therapie (RRT)

Rezeptordiagnostik von Tumoren

  • PET/CT und SPECT/CT mit radionuklidmarkierten Somatostatin-Analoga bei neuroendokrinen Tumoren (GEP und Non-GEP-Tumoren)
  • weltweit erste Diagnostik („first in human“) mit einem Herceptin-Analogon zur HER2-Rezeptordiagnostik bei Mammakarzinomen

Radioimmuntherapie

  • radioimmuntherapeutische Applikation von Lymphomantikörpern
  • Untersuchungen mit Positronenstrahler-markierten Antikörpern („Immun-PET“) zur Ermittlung von Dosimetriedaten vor einer Radioimmuntherapie (kombiniert mit Strahlentherapie)

Radioembolisation von Lebertumoren

  • Radioembolisation mittels Yttrium-90 markierter Mikrosphären sowie intraraterielle Therapie von Lebermetastasen mittels Radiopeptiden

Intraoperative Tumorlokalisation mittels Gamma- und PET-Sonden

  • Tumorlokalisation z. B. von C-Zell-Karzinomrezidiven und GEP-Tumoren mittels handgeführter Gammasonden (in Kooperation mit der Thoraxchirurgie)

Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT) zur Quantifizierung des metabolischen Tumorvolumens (MTV) und zur Beurteilung des Therapieansprechens

  • Neuentwicklung von Software zur Quantifizierung des „Molecular Imaging“ mit PET/CT (in Zusammenarbeit mit DEFINIENS und HERMES MEDICAL)
  • Staging, Therapieverlaufskontrolle und Rezidivlokalisation von Tumoren (Schwerpunkte Lungenkarzinom, Mammakarzinom, Prostatakarzinom, Lymphome)
  • Durchführung einer prospektiven Studie (über Stiftungsmittel gefördert) zur Untersuchung des Glukosemetabolismus von Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen nach Chemo-/Strahlentherapie
  • primäres Staging sowie Rezidivdiagnostik bei Lungen- und Mammakarzinomen (High-risk-Patientinnen) mittels vergleichender Untersuchungen mit CT und MRT sowie Image Fusion

Evaluierung der PET/CT zur Verbesserung der Bestrahlungsplanung

  • Durchführung bei Lungenkarzinomen zur besseren Abgrenzung von Atelektasen und genaueren Bestimmung des Tumorzielvolumens (in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie, Klinikum Gera)
  • Teilnahme an der bundesweiten multizentrischen PET-PLAN-Studie
  • Verbesserung der präoperativen Diagnostik von Prostatakarzinomen mit F-18- Cholin sowie Optimierung der Bestrahlungsplanung (in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie, Südharzkrankenhaus Nordhausen, Forschungsantrag an die Deutsche Krebshilfe)
  • interdisziplinäre Untersuchung des Stellenwerts der PET-Untersuchung bei Hirntumoren in Kooperation mit den Fachbereichen Neurochirurgie, Neurologie, Neuroradiologie, Radioonkologie und pädiatrische Onkologie – insbesondere zur Evaluierung des Therapieansprechens sowie zur Verbesserung der Strahlentherapieplanung

Entwicklung von tumorspezifischen positronenstrahlergekoppelten Liganden

Ein weiterer Schwerpunkt ist die klinische Entwicklung von neuen Peptiden, Rezeptorliganden und Affibodies sowie von „Molecular Recognition Units“, wozu eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Radiochemie, Nuklearmedizin, Immunologie sowie Molekularbiologie notwendig ist und von Bad Berka aus national und international gepflegt wird (u. a. mit der University of Alberta, Edmonton/Kanada; Scripps Research Institute, La Jolla/USA; Krebsforschungszentrum Heidelberg; Universitätsklinik Basel, Karolinska Hospital, Schweden u. v. a.).


Entwicklung von Image-Fusion-Software

Besonderes Interesse gilt der Koregistrierung und Superpositionierung von morphologischen (MRT, CT) und funktionsmetabolischen (PET) Aufnahmen und der Entwicklung einer Image-Fusion-Software (Anwendung u. a. zur Untersuchung des Hirnmetabolismus, FDG-Stoffwechsel bei degenerativen Hirnerkrankungen, Rezeptorstudien im Vergleich zu SPECT-Tracern, M. Parkinson bzw. Multisystematrophien). Hierzu wurde eine enge Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt (Prof. Dr. Junke, Fachbereich Elektrotechnik), der Fachhochschule Heilbronn (Prof. Rauschnabel) sowie der Fachhochschule Jena (Prof. Bellemann, Fachbereich Medizintechnik) initiiert. Abgeschlossen wurden bisher drei Diplomarbeiten, die über Drittmittel finanziert wurden.


Bildgebung und Bildverarbeitung in der Medizin

Thüringer Forschungsschwerpunkt Bildverarbeitung, Mustererkennung und Technische Sehsysteme (Bildverarbeitung, Bildanaylse, 3D-Datenverarbeitung, Computergraphik, Image Fusion, Computer Aided Surgical Planing (CASP), Passive Aided Surgery (PCAS), Telemedizin

Seit 1998 wurden an der Zentralklinik Bad Berka in der Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT) folgende klinische und wissenschaftliche Untersuchungen und Behandlungen erstmalig (in Deutschland bzw. weltweit) durchgeführt.


Neuroendokrine Tumoren

  • intraarterielle Y-90-DOTA-TOC-Therapie am 16.02.1999
  • Lu-177-DOTA-TATE-PRRT am 30.08.2004
  • kombinierte Y-90+Lu-177-DOTA-TATE-Therapie
  • intraarterielle Therapie bei inoperablen Primärtumoren mit Y-90-DOTA-TATE
  • intraarterielle Therapie bei Lebermetastasen mit Y-90-DOTA-TATE
  • Lu-177-AMBA-PRRT
  • Lu-177-RGD-Therapie
  • Lu-177-DOTA-TATE bei einem kindlichen Neuroblastom
  • Lu-177-DOTA-TATE bei einem kindlichen Hepatoblastom

PET- bzw. PET/CT-Untersuchungen mit Gallium-68-markierten Verbindungen

  • Ga-68-DOTA-NOC PET/CT am 30.07.2004
  • Ga-68-Gastrinanalogon
  • Ga-68-AMBA (Bombesinanalog)
  • Ga-68-Tyrosin
  • Ga-68-BPMND (Biphosphonat)
  • Ga-68-Makroalbuminpartikel-PET/CT
  • Ga-68-Somatostatin-Anatagonist-PET/CT am 29.05.2009
  • Ga-68-Glucose-PET/CT am 29.05.2009

PET- bzw. PET/CT-Untersuchungen mit F-18-markierten Radiopharmazeutika

  • Fluor-Ethyl-Tyrosin (FET)-PET am 21.11.2000
  • F-18-Fluor-Ethyl-Cholin (FEC)-PET/CT am 12.07.2004

Sonstige Therapien und Untersuchungen

  • selektive intraarterielle Radionuklid-Therapie (SIRT) mit Yttrium-90-SIRS am 26.05.2005
  • intrakavitäre Therapie eines Hirntumors mit Y-90-DOTA-TATE
  • PET/CT-Untersuchung eines Patienten mit Scandium-44-DOTA-TOC
  • Endoradiotherapie eines Hirntumors mit I-131-Phenylalanin (ACD-101) am 16.04.2009

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen unserer Klinik und ihrer Kooperationspartner sind auf researchgate.net zusammengefasst.