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Leistungsspektrum

Unser Leistungsspektrum

Unser Leistungsspektrum

Die Klinik für internistische Onkologie und Hämatologie ist im Jahr 2009 aus der Klinik für Pneumologie ausgegliedert und damit neu gegründet.

Die zentrale Aufgabe der Klinik besteht in der fachgerechten Versorgung, insbesondere der systemischen medikamentösen Behandlung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen

  • sogenannter solider Tumoren
  • der blutbildenden Organe

Das Behandlungsspektrum befasst sich entsprechend dieser Tradition mit der Therapie primärer und sekundärer intrathorakaler Manifestationen bösartiger Erkrankungen. Patienten mit bösartigen Erkrankungen der Lunge bzw. der Thoraxorgane werden bei uns eine standardisierte und leitliniengerechte, jedoch individuell adaptierte Therapie erhalten. Dabei wird für jeden Patienten eine optimale Sequenz verschiedener infragekommender Behandlungsoptionen (Chemotherapie, Operation, Bestrahlung) festgelegt, die den Vorgaben der Fachgesellschaften entsprechen.

Das betrifft selbstverständlich auch Patienten, die wegen anderer bösartiger Erkrankungen in der Klinik behandelt werden sollen bzw. möchten. Dazu gehören auch Erkrankungen der blutbildenden Organe, z. B. maligne Lymphome, chronische Leukämien. Für diese Patienten übernehmen wir auch die komplette Diagnostik. Bei Patienten, die nicht in andere Fachabteilungen zur Diagnostik kommen, übernehmen wir in der Regel auch die entsprechende Diagnostik und spätere Nachbehandlung bzw. Nachsorge.

Auch Bluterkrankungen, die nicht als bösartig charakterisiert werden, können teilweise hier diagnostiziert und behandelt werden. Lediglich sogenannte akute Leukämien werden bei uns im Regelfall nicht behandelt, sondern an entsprechende Therapiezentren weiterüberwiesen.

Multimodale onkologische Therapie thorakaler Tumoren

Multimodale onkologische Therapie thorakaler Tumoren

  • Chemotherapie
  • eng verzahnte interdisziplinäre Kooperation mit der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie sowie der Klinik für Innere Medizin/ Gastroenterologie und Endokrinologie
  • Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Schmerztherapie
  • enge inhaltliche Zusammenarbeit mit der Klinik für Palliativmedizin
  • umfangreiches Engagement in der Studientätigkeit bei Bronchialkarzinom und deren Supportivtherapie solider Tumoren. Planung und Durchführung klinischer Prüfungen der Phasen II und III sowie Therapieoptimierungsprüfung (Link zu Forschung)
  • Therapie mit modernen zielgerichteten Therapieformen, z. B. monoklonalen Antikörpern
  • Supportivtherapie zur Kontrolle von krankheitsbedingten Symptomen und therapiebedingten Nebenwirkungen

Interventionelle Onkologie

Interventionelle Onkologie

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemeine Chirurgie/Viszeralchirurgie sowie Klinik für Interventionelle Radiologie:

  • Radiofrequenzthermoablation (RFTA) von bösartigen Veränderungen der Lunge
  • transarterielle Chemoembolisierung (TACE)
  • selektive interne Radiotherapie (SIRT)
  • transarterielle Chemoperfusion der Leber bei Metastasierung

Eine weitere maßgebliche Funktion besteht in der fachabteilungsübergreifenden Betreuung und der integrativen Einbindung aller Krebspatienten, die in der Klinik behandelt werden.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassen Onkologen, Pneumologen und Strahlentherapeuten, die der optimierten Behandlungsplanung und -durchführung sowie der Begleitung und Nachsorge und damit unseren Patienten dient. Diese Kooperation wird von Patienten, Angehörigen und ärztlichen Kollegen wertschätzend in Anspruch genommen.

Chemotherapie

Chemotherapie

Je nach Art und Stadium der Tumorerkrankung sowie weiteren, individuellen Kriterien und Behandlungsziel wird die Chemotherapie zum Teil sehr unterschiedlich durchgeführt.

Unterschieden werden sogenannte solide Tumore (Karzinome und Sarkome) von den Systemerkrankungen (Lymphome und Leukämien, Erkrankungen des blutbildenden Systems).

Unterschieden werden weiterhin Behandlungen, die mit dem Ziel der Heilung des Patienten durchgeführt werden (kurative Therapie) und jene, bei denen die Lebensverlängerung, der Erhalt der Lebensqualität oder der Linderung von Beschwerden (palliative Chemotherapie) im Vordergrund steht.

In Situationen, bei denen ein Tumor bereits vollständig beseitigt wurde, und die darauffolgende Behandlung zur Sicherheit durchgeführt wird, nennt man eine adjuvante (Chemo-) Therapie.

Erfolgt die Behandlung dagegen vor der geplanten Operation, um den Tumor z. B. zu verkleinern, nennt man das eine induktive (früher auch neoadjuvante) Therapie.

Behandlung von Nebenwirkungen

Behandlung von Nebenwirkungen

Die Behandlung von Krebserkrankungen, insbesondere die Chemotherapie, ist eine teilweise sehr anstrengende und nebenwirkungsreiche Therapieform, die spezielle Vorsorge-, Begleit- und unterstützende Maßnahmen erfordert (sogenannte Supportivtherapie). Im Vordergrund steht hier unter anderem die Behandlung der Wirkung der Chemotherapie.

Darunter fallen z. B.

  • Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
  • Transfusion von Blutprodukten
  • Gabe von hämatopoetischen Wachstumsfaktoren
  • Behandlung infektiöser Komplikationen der Tumorchemotherapie
  • Implantation venöser Portsysteme (über chirurgische Fachabteilungen) und intravenöse Ernährungstherapie
  • Schmerztherapie nach internationalen Standards
  • Prohylaxe und Behandlung von Schleimhautentzündungen