A A A

Schmerztherapie

55 bis 95 Prozent der Patienten mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung leiden unter Schmerzen. Etwa 90 Prozent von ihnen könnten relativ einfach schmerztherapeutisch behandelt werden.
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten der Schmerztherapie: die kausale und die symptomatische Form der Beeinflussung des Tumorschmerzes. Nicht selten werden beide Therapieformen miteinander kombiniert.

Therapieoptionen

In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachdisziplinen unseres Hauses und nach sorgfältiger Indikationsstellung, können auch in der Klinik für Palliativmedizin palliative medikamentöse Tumortherapien, operative, endoskopische, und nuklearmedizinische Verfahren sowie interventionell radiologische Verfahren zum Einsatz kommen.

Symptomatische Schmerztherapie

Die symptomatische Schmerztherapie wird in der Mehrzahl der Fälle nichtinvasiv nach dem WHO-Stufenschema durchgeführt. Bei mehr als 90 Prozent der Patienten ist mit dieser Therapie eine befriedigende Kontrolle des Symptoms Schmerz zu erreichen. Nur eine Minderheit von Patienten benötigt eine invasive Schmerztherapie, die durch kontinuierliche subkutane oder intravenöse Infusionen mit PCA-Möglichkeit oder auch durch rückenmarksnahe Medikamentenapplikation zum Beispiel über Periduralkathteter, die durch die Anästhesisten gelegt werden, erfolgt.

Additiv zur medikamentösen Schmerztherapie kommen psychologische Behandlungsverfahren wie zum Beispiel Entspannungsmethoden und physikalische Therapiemaßnahmen zum Einsatz.

Invasive Therapien

Für invasive destruktive Therapiemethoden, wie neurolytische Blockaden oder neurochirurgische Verfahren, gibt es sehr selten eine Indikation. Sollte sie jedoch bestehen, so ist die Therapie in der Klinik für Palliativmedizin in Kooperation mit den entsprechenden Fachkliniken durchführbar.