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Leistungsspektrum

Seit Mai 2006 verfügt die Zentralklinik Bad Berka über  eine Schmerztherapieabteilung, die sich dem Problem des akuten und chronischen Schmerzes widmet.

Das Team der Schmerztherapie setzt sich aus Ärzten (Schmerztherapeuten), Psychologen, Physiotherapeuten, Schwestern, Sozialarbeitern und anderen Mitarbeitern zusammen.

Zum Aufgabenbereich der Abteilung gehört die konsiliarische Betreuung der Patienten mit Fragestellungen im Bereich Schmerz aus allen Abteilungen der Zentralklinik Bad Berka. Darüber hinaus bietet die Abteilung eine stationäre multimodale Schmerztherapie (20 Betten) für diejenigen Patienten an, die bereits unter chronischen und ambulant therapieresistenten Beschwerden leiden.

Die Interdisziplinarität des Zentrums zeigt sich auch im fachlichen Austausch mit Fachärzten der angrenzenden Fachbereiche wie z. B.  Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie,  Palliativmedizin, Radiologie und Nuklearmedizin.

Akuter und postoperativer Schmerz

Die häufigsten akuten Schmerzen sind im operativen Umfeld zu finden. Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin begegnet diesem Problemkreis in einer ausführlichen präoperativen Aufklärung über die zu erwartenden postoperativen Schmerzen und bietet individuelle Therapien (spezielle Medikamente, Schmerzkatheter, Periduralanästhesie usw.) an.  Die Schmerz-Betreuung erfolgt postoperativ von Ärzten der Anästhesie, den Stationsärzten der jeweiligen Abteilung und auf den Stationen, konsiliarisch auch von den Ärzten und Schwestern der Schmerztherapieabteilung.

Chronischer Schmerz

Die Zunahme der chronischen Erkrankungen und insbesondere chronischer Schmerzen ist in den letzten Jahren nicht mehr zu übersehen. Die betroffenen Patienten können bei niedriger Chronifizierung gut in einer  Allgemeinpraxis, Facharztpraxis oder einer ambulanten Schmerzpraxis betreut werden. Mit zunehmender Chronifizierung jedoch ist die komplexer werdende  und zeitaufwendigere Therapie dieser Patienten im ambulanten Bereich immer schwerer zu leisten. Hier sind multimodale und interdisziplinäre teilstationäre oder stationäre  Programme notwendig.

Stationäre Therapiemöglichkeiten

Seit 2006 können wir durch unsere Abteilung entsprechende stationäre Therapien anbieten:

Stationäres Schmerz-Assessment (multidisziplinäre algesiologische Diagnostik)

Während eines dreitägigen stationären Aufenthaltes werden alle vorhandenen Vorbefunde gesichtet und neu bewertet. Es erfolgen ausführliche Gespräche und Untersuchungen durch die Spezialisten unseres Teams. Zur Beurteilung einer möglichen OP-Indikation werden entsprechende Fachkollegen unserer Klink hinzugezogen und notwendige diagnostische Maßnahmen veranlasst. In interdisziplinärer Absprache wird eine konkrete Therapieempfehlung erarbeitet und Ihnen diese in einem ausführlichen Gespräch erläutert. Zusätzlich erhalten Sie erste Informationen und Anleitungen zu deren Umsetzung. Das Assessment (Schmerzdiagnostik) dient häufig auch als Zweitmeinungsverfahren.

Stationäre multimodale Schmerztherapie

Auf der Station führen wir eine erneute Diagnostik durch (z. B. Neurologie, Wirbelsäulenchirurgie, Radiologie, Psychologie, diagnostische Lokal-Regional-Anästhesie) und binden den Patienten dann in ein multimodales Schmerztherapieprogramm ein.

Zu den verschiedenen Therapieformen innerhalb dieses Programms gehören unter anderem Medikamentenentzüge, eine medikamentöse Neueinstellung, Reflextherapien, Akupunktur, Schmerzblockaden (Regional- und Lokalanästhesie), Entspannungsverfahren, psychologische Betreuung und vielfältige individuell angepasste übende und vegetativ stabilisierende Verfahren der Physiotherapie. Neu zum Spektrum der Schmerz-Physiotherapie hinzugekommen sind spezielle alltags- und berufsbezogene Trainingseinheiten in einem eigens dafür konzipierten Trainingsraum (Work Hardening).

Ein weiterer wesentlicher Teil der Therapie besteht in der Aufklärung des Patienten über Entstehungsmechanismen des chronischen Schmerzes und seine verstärkenden bzw. aufrechterhaltenden Faktoren.

Ziel des Therapieprogramms ist eine  Verbesserung beeinträchtigter Funktionen, Stärkung der Eigenkompetenz und Stabilisierung des allgemeinen Befindens gelegt.