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Algesiologische Fachassistenz

Alle Mitarbeiter der Pflege im Zentrum für Interdisziplinäre Schmerztherapie haben die Zusatzausbildung zum algesiologischen Fachassistenten der Deutschen Schmerzgesellschaft absolviert.

Ziel der Tätigkeit ist die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten, u.a. durch Hilfe bei Verbesserung der Alltagsfunktion, der Leistungsfähigkeit, der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit, Unterstützung bei der Erarbeitung/Vermittlung eines bio-psycho-sozialen Schmerzmodelles, des bewussten und rationalen Umganges mit Schmerzmedikamenten und Verbesserung der Selbstwirksamkeit.

Die Pflegekräfte haben als ständige Ansprechpartner der Patienten eine wesentliche Rolle als Bindeglied zwischen den einzelnen Fachdisziplinen. Sie leisten Hilfestellung bei den aktivierenden Therapien durch Motivation, Lob, Begleitung, Stärkung und Edukation.

Die tägliche Arbeit umfasst

  1. Schmerzdiagnostik im Rahmen des algesiologischen Assessmentes
  2. pflegerische Begleitung der Therapiepatienten während dreiwöchiger multimodaler Behandlung
  3. Begleitung beim Medikamentenentzug
  4. Konsiltätigkeit für akute und chronische Schmerzprobleme im Haus
  5. Ausbildung externer Pflegekräfte zum algesiologischen Fachassistenten durch curriculäre Fortbildungsveranstaltung

Die Tätigkeit im Rahmen des algesiologischen Assessments beinhaltet u. a.

  • Erhebung der ausführlichen Schmerzanamnese unter pflegerischen Gesichtspunkten
  • Auswertung der Fragebögen, u.a. der Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
  • Durchführung von Pflegevisiten mindestens 2x tgl.
  • die Assistenz und Verlaufsbeobachtung bei diagnostischen Eingriffen
  • die Vorbereitung, Mitarbeit und Auswertung der Teambesprechungen und Visiten
  • Organisation und Umsetzung des ärztlich erstellten Diagnostikplanes (Konsiltermine, vegetative Diagnostik bei CRPS, ...)
  • Evaluation der Wirkung und Nebenwirkungen der Analgetika
  • Ersteinweisung in Therapieverfahren: z. B. Kryotherapie, Kleingeräte
  • Leitung von Patientenseminaren, edukative Filmvorführungen

Die Tätigkeit im Rahmen der stationären Schmerztherapie beinhaltet u. a.

  • Auswertung der Verlaufs-Fragebögen der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
  • Erhebung der ausführlichen Zwischenanamnese unter pflegerischen Gesichtspunkten
  • pflegerische Begleitung des Medikamentenentzuges
  • Durchführung von Pflegevisiten mindestens 2x tgl.
  • die Vorbereitung, Mitarbeit und Auswertung der täglichen Teambesprechungen und Visiten
  • Organisation, Mitarbeit und Auswertung der wöchentlichen interdisziplinären Teambesprechung und Visite
  • Begleitung und Motivation der Patienten während der 3-Wochen-Therapie, Wochenendbetreuung
  • Anleitung zu  nichtmedikamentösen Verfahren (Eis, Kleingeräte, Wechselbäder, u. a.)
  • Vermittlung von Entspannungsverfahren (Atemdreieck, PMR)
  • Akutintervention bei Problemen und möglicher Zustandsverschlechterung
  • Überwachung und Hilfe bei der  selbständigen Umsetzung der vermittelten Strategien (Ergometer, TENS, PMR)
  • Hilfe bei der Erarbeitung von Plänen für den Alltagstransfer der vermittelten Maßnahmen
  • Bei Bedarf Angehörigengespräche- Einbeziehung der Angehörigen bei der Steigerung der Selbstwirksamkeit/Alltagskompetenz
  • Abschlussevaluation

Konsiltätigkeit

  • Entgegennahme von Konsilanforderungen anderer Fachabteilungen
  • Ausgabe der Fragebögen und Hilfe beim Ausfüllen
  • Auswertung der FB
  • Erhebung der Medikamentenanamnese und Erst-Evaluation der Wirksamkeit
  • Weiterleitung der erhobenen Befunde an den Schmerztherapeuten
  • Erklärung nichtmed. Verfahren (Eis, TENS)
  • ggf. Verlaufskontrollle/Rekonsile bei Bedarf

Weiterbildungsmöglichkeit

Für die Weiterbildung zur algesiologischen Fachassistenz der dt. Schmerzgesellschaft haben wir alle wichtigen Inhalte in einer informativen Faltbroschüre (pdf) zusammengetragen.