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SIRT

Was ist eine SIRT und wann wird diese Therapie durchgeführt?

Was ist eine SIRT und wann wird diese Therapie durchgeführt?

Die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) ist eine gezielte Therapie mit einem radioaktiven Isotop zur Behandlung von Tumoren in der Leber. Lebertumoren werden im Gegensatz zu gesundem Gewebe primär über die Leberarterie versorgt. Bei der SIRT wird dieser Unterschied in der Blutversorgung genutzt, um gezielt radioaktive Mikrokügelchen über einen Leistenkatheter zu den Tumoren in der Leber zu transportieren, wo nun eine gezielte Bestrahlung erfolgen kann. Gesundes Gewebe wird somit weitgehend geschont.

Angewendet wird sie bei Patienten mit:

  • inoperablen primären Lebertumoren (z. B. Leberzellkrebs, Gallengangkrebs)
  • inoperablen Tochtergeschwülsten in der Leber aus anderen Teilen des Körpers (z. B. Lebermetastasen bei Brust- oder Darmkrebs bzw. Aderhautmelanomen oder neuroendokrinen Tumoren

Wie läuft eine SIRT ab?

Wie läuft eine SIRT ab?

Ein Team aus Nuklearmedizinern und Radiologen führt die Selektive Interne Radiotherapie durch. Zunächst erfolgt ein Testverfahren um zu schauen, ob der Patient für die SIRT geeignet ist. Dabei wird über einen Leistenkatheter eine radioaktive Substanz appliziert, um zu evaluieren, ob bei einer SIRT die Mikrokügelchen über kleine Gefäße auch zu anderen Organen gelangen würden. In diesem Fall müssten diese angrenzenden Gefäße im Vorfeld verschlossen werden. Darüber hinaus wird gemessen, wie viel dieser radioaktiven Substanz aus der Leber in die Lunge fließt.

Fällt das Testverfahren positiv aus, erfolgt ca. 1-2 Wochen später die Selektive Interne Radiotherapie. Dabei wird erneut ein Katheter von der Leiste bis zur Leber eingeführt und die radioaktiven Mikrokügelchen werden appliziert. Der Eingriff dauert ca. 90 Minuten und der Patient kann nach ein bis zwei Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.

Was muss ich als Patient beachten?

Was muss ich als Patient beachten?

Die SIRT ist in der Regel gut verträglich, vor allem im Vergleich zur Strahlentherapie von außen oder der Chemotherapie. Ab und zu können jedoch Bauchschmerzen, leichtes Fieber und Übelkeit auftreten.