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Fragen und Antworten

Ernährung

Ernährung

Eine besondere Ernährung als Krebsdiät oder während der Strahlentherapie gibt es nicht. Allgemein ist eine regelmäßige und gesunde Ernährung empfehlenswert. Vermeiden Sie eine Ernährung, die zusätzlich belastend auf ihren Körper oder evtl. bestrahlte Schleimhäute wirken könnte. Bei der Bestrahlung im HNO-Bereich vermeiden Sie zu heiße, eiskalte oder sehr säurehaltige Getränke und stark gewürzte Speisen. Bei der Bestrahlung im Bauch-/Beckenbereich vermeiden Sie unbedingt blähende Gemüse (z. B. Kohl, Paprika, Hülsenfrüchte).

Während der Strahlentherapie muss auf alkoholische Getränke nicht gänzlich verzichtet werden. Dennoch sollte die Menge maßvoll sein. Um Wechselwirkungen z. B. mit Medikamenten zu vermeiden, sprechen Sie dies bitte mit Ihren behandelnden Ärzten ab.

Sport

Sport

Wie Ihr Körper während der Bestrahlung belastbar ist, hängt von Ihrem Allgemeinzustand und Ihrer Kondition, aber auch der Art und Umfang der Strahlentherapie und ggf. der Begleitbehandlungen ab. Bewegung an frischer Luft und Spaziergänge unterstützen die Therapie. Ein absolutes Verbot jeden Sports während der Therapie kann daher nicht ausgesprochen werden. Beraten Sie sich mit Ihrem Strahlentherapeuten. Aber auch wenn Sie belastbar sind, müssen die Anzeichnungen bis Ende der Bestrahlung gut sichtbar bleiben. Es ist daher nicht ratsam, schweißtreibenden Sport zu treiben.

Auto und Taxi

Auto und Taxi

Die persönliche Empfindlichkeit gegenüber der Strahlentherapie ist sehr unterschiedlich. Bei gewissen Therapien können das Allgemeinbefinden und die Fahrtüchtigkeit beeinflusst werden. Sollten Sie sich selbst durch ihre Erkrankung oder die Therapie beeinträchtigt fühlen, lassen sie sich fahren oder prüfen sie die Möglichkeit, mit dem Taxi zur Therapie zu gelangen.

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Fahrkosten einer ambulanten Strahlentherapie - Serienbehandlung, d. h. Sie müssen nur eine Zuzahlung leisten (§ 60 Abs. 1, SGB V). Manche Kassen haben bestimmte Unternehmen unter Vertrag. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.
Bei Tumoren und Metastasen im Gehirn besteht jedoch absolutes Fahrverbot.

Familie und Urlaub

Familie und Urlaub

Der Umgang mit der Familie und anderen Personen ist uneingeschränkt möglich, eine Gefahr für andere Personen besteht nicht. Eine zusätzliche Erkrankung infolge Ansteckung (z. B. grippale Infekte oder Magen-Darm-Erkrankungen) sollten sie aber vermeiden.

Es wird dringend geraten, die Bestrahlungsserien ohne Unterbrechung zu Ende zu führen, da eine Pause den Erfolg der Behandlung negativ beeinflusst. Wenn Sie den einen oder anderen Ihrer wichtigen Termine trotzdem nicht anders organisieren können, spielt das einmalige Ausbleiben einer Tagesdosis keine größere Rolle. Bitte besprechen Sie dies mit Ihren behandelnden Ärzten.

Anschlussheilbehandlung

Anschlussheilbehandlung

Falls Sie nach Ende der Strahlentherapie eine Anschlussheilbehandlung (AHB) beantragen möchten, fragen Sie bitte Ihren Arzt. Wir werden Ihren Antrag in die Wege leiten.

Medikamente

Medikamente

Es gibt nur wenige Medikamente, die im Zusammenhang einer Strahlentherapie bedenklich sind. Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor der Strahlentherapie über alle, auch alternative, nicht-schulmedizinische Heilmittel, die Sie einnehmen.

Rauchen

Rauchen

Es spricht viel dafür mit dem Rauchen, auch unabhängig von der Strahlentherapie, aufzuhören. In Zusammenhang mit der Bestrahlung gibt es aber auch spezielle Gründe:

Der Rauch reizt die Schleimhaut der Atemwege. Sollten Sie im HNO, bzw. Lungenbereich eine Bestrahlung erhalten, ist Rauchen eine zusätzliche Belastung für die Schleimhäute, so dass die Strahlenreaktion und die unerwünschten Nebenwirkungen durch die Strahlentherapie verstärkt werden können und damit der Erfolg der Behandlung gefährdet ist.

Rauchen senkt den Sauerstoffgehalt in Ihrem Blut und erzeugt eine relative Sauerstoffarmut im ganzen Körper. Für die Wirksamkeit der Strahlentherapie ist eine gute Sauerstoffversorgung jedoch unbedingt notwendig. Es gibt viele Hinweise dafür, dass Patienten, die hypoxisch, d. h. schlecht mit Sauerstoff versorgt sind, schlechtere Heilungschancen haben.

Rauchen verursacht selbst Krebs.

Pflege der bestrahlten Haut während und nach der Strahlentherapie

Pflege der bestrahlten Haut während und nach der Strahlentherapie

Wie Ihre Haut auf die Bestrahlung reagiert, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Art und Dosis der Bestrahlung und auch Ihr Hauttyp
  • das bestrahlte Körpergebiet
  • Operationsnarben
  • vorhandenes Ödem
  • etc.

Fragen Sie bitte Ihren Strahlentherapeuten, was für Sie am besten ist. Einige allgemeine Empfehlungen können genannt werden, die jedoch nur für die bestrahlten Gebiete gelten:

  • Eine normale Hautreinigung und Pflege ist uneingeschränkt möglich. Sie können sich normal Waschen oder Duschen, ein zu starkes mechanisches Abtrocknen der Haut ist nicht empfehlenswert.
  • Benutzen Sie bitte keine parfümierten oder aggressiven Seifen, Pflegemittel oder Parfüme im Bereich der bestrahlten Haut. Milde Seifen, Duschgele, Shampoo, Deo oder Hautpflegelotionen sowie Hautpuder dürfen sie benutzen.
  • Lassen Sie auf die bestrahlte Hautoberfläche viel frische Luft, jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung oder Hitzeeinwirkung.
  • Vermeiden Sie zusätzliche mechanische Belastung im Bereich der bestrahlten Haut (z.B. Massagen)
  • Beachten Sie bitte, dass alle Hautmarkierungen der korrekten Lagerung des Körpers zur Bestrahlung dienen und bei allen Pflegemaßnahmen erhalten bleiben sollten.
  • Sie können ohne weiteres zum Friseur gehen. Bei Bestrahlung im Kopf-Halsbereich verzichten Sie aber bitte auf Färbungen oder alkoholische Einreibungen. Meist sind Kopfwäschen z.B. einmal in der Woche möglich. Benutzen Sie bitte ein mildes Shampoo (z.B. Baby-Shampoo). Sollte im Rahmen einer Strahlentherapie oder einer gleichzeitigen anderen Therapie  ein Verlust des Kopfhaares auftreten, dann ist die Verordnung einer Perücke möglich.
  • Generell sollten die bestrahlten Felder während der Therapie und sechs Monate danach nicht einer zusätzlichen UV-Belastung ausgesetzt werden. Das heißt, dass Sie diese Hautflächen z.B. bei Badeurlaub schützen bzw. abdecken sollten. Je nach Hautbelastung unter der Behandlung empfehlen wir den weiteren Schutz vor Sonne oder UV-Strahlung für mehrere Jahre.