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Thoraxzentrum

Rezertifiziertes Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie gehört zu den ältesten Fachdisziplinen an der Zentralklinik Bad Berka. Ihre Anfänge gehen auf die 1950er Jahre zurück.

Aufgrund des Leistungsumfangs und des Leistungsspektrums gehört die Klinik zu den fünf größten Zentren der Bundesrepublik. Das Einzugsgebiet ist überregional.

Die Thoraxchirurgie befasst sich mit allen Erkrankungen der Lunge, des knöchernen Brustkorbes sowie der Brustwand. Dem Ärzteteam stehen modernste Operationsverfahren, wie zum Beispiel Argonbeamer oder Laser zur Verfügung, um möglichst gewebeschonend zu operieren.


Schwerpunkte

Bösartige Tumoren der Lunge

Bösartige Tumoren der Lunge

Im Rahmen der klinikinternen Tumorkonferenzen werden die modernsten diagnostischen Verfahren zur Tumordiagnostik, insbesondere die Positronen-Emissions-Tomographie (Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT)) genutzt, um speziell die stadiengerechte Therapie für jeden Einzelfall festzulegen.

Dank dieser Konferenzen konnte eine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit auch bei fortgeschrittenen Tumorstadien erreicht werden. Die Ergebnisse wurden in einer Studie dokumentiert.

Die Operationsverfahren, insbesondere Bronchus- und Gefäßplastiken, sind ausgerichtet auf Radikalität bei gleichzeitigem maximal möglichen Funktionserhalt des verbleibenden Lungengewebes. Die Chemotherapie und die Strahlentherapie sind im Behandlungskonzept integriert und werden neben den stationären Möglichkeiten in enger Kooperation mit niedergelassenen Pneumologen wahrgenommen.

Die Behandlungsergebnisse werden an das Tumorzentrum Erfurt weitergeleitet und dienen zur Qualitätssicherung der Therapie, mit dem Ziel der Prognoseverbesserung beim Lungenkarzinom.

Narbige und tumorbedingte Einengungen der Luftröhre (Trachea)

Narbige und tumorbedingte Einengungen der Luftröhre (Trachea)

Narbige Stenosen der Luftröhre, die nach Langzeitbeatmung auftreten können, werden mit sehr guten Langzeitergebnissen operativ behandelt. Gleiches gilt für den operativen Verschluss von Luftröhrenfisteln (Kanülen-Träger).

Die operativen Verfahren erlauben die Entfernung von maximal 50 Prozent der Lungenröhrenlänge.

Trichterbrust und Hühnerbrust

Trichterbrust und Hühnerbrust

Die plastische Korrektur der Trichterbrust erfolgt nach medizinischen Kriterien. Das Kardio-MRT und spezielle Lungen- und Herz-Funktionstests werden zur Indikationsstellung eingesetzt.

Spezielle Operationstechnik

Spezielle Operationstechnik

Einsatz der videoassistierten Thorakoskopie (VATC) für Operationen am Rippenfell, der Brustwand, am Nervus symphaticus, bei "Lungenrundherden" und der Lungengewebeentnahme für diagnostische Zwecke bei Lungengerüsterkrankungen (Fibrosen, Sarkoidosen u. ä.). Seit zwei Jahren wird die VATC eingesetzt zur videoassistierten thoraskopischen Lobektomie bei ausgewählten Fällen des Lungenkarzinoms.

Der Laser (Wellenläge 1318 nm) kommt bei der operativen Entfernung von Tochtergeschwülsten in der Lunge zum Einsatz, um möglichst viel gesundes Lungengewebe zu erhalten.

Bei asbestbedingten bösartigen Erkrankungen von Rippenfell und Lunge (Mesotheliom) wird bei operablen Fällen radikal operiert mit Entfernung von Rippenfell, Lunge, Herzbeutel und Zwerchfell.

Die Thoraxchirurgie befindet sich gemeinsam mit der Gefäßchirurgie auf der Station H4 im Bettenhaus der Zentralklinik Bad Berka. Die Station verfügt über 36 Betten.

Stationsleitung

Stationsleitung

Pfleger Lars Kämmler
Tel.: 036458 5-41651