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Geschichte und Entwicklung der Zentralklinik Bad Berka

Posterpfad zur Geschichte

Posterpfad zur Geschichte

Von der Heilstätte für Schwindsüchtige zur modernen medizinischen zentralen Versorgungseinrichtung

Anstatt Sie an dieser Stelle mit viel Text zu "quälen", möchten wir Ihnen unseren Posterpfad zur Geschichte unserer Klinik ans Herz legen. Hier erfahren Sie – aufgelockert durch viele Bilder und Zeichnungen – unseren Werdegang. Von den Anfängen bis in die heutige Zeit.

Die Anfänge (ab 1845)

Die Anfänge (ab 1845)

"Schach der Tuberkulose, aber matt? – Die Lungenheilstätten Bad Berka"

JahrEreignis
1854Gründung der ersten Lungenheilanstalt in Göbersdorf in Schlesien durch Hermann Brehmer.
1876Gründung der "Volksheilstätte für unbemittelte Kranke" in Falkenstein im Taunus durch Peter Dettweiler.
1882Entdeckung des Tuberkelbazillus durch den Berliner Bakteriologen Robert Koch.
1887Dr. Willrich, seit 1882 Amtsphysikus, Badearzt und Vorsitzender der großherzoglichen Badeinspektion in Bad Berka, berichtet über die von ihm eingerichteten Waldschlafstätten für Tuberkulose am Rodberg bei Bad Berka.
1888Einrichtung der ersten Fürsorgestelle in Deutschland in Halle/Saale durch Stadtrat Ernst Pütter, 1926 wurden die Tuberkulosefürsorgestellen in Deutschland durch das Gesetzt anerkannt.
1896Bildung des "Central-Comitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke", das 1906 in "Deutsches Zentralkommtee zur Bekämpfung der Tuberkulose" umgewandelt wird.
1898Die Tuberkuloseheilstätte Bad Berka, die Sophienheilstätte, wird ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist eine Einrichtung des patriotischen Institutes der Frauenvereine für das Großherzogtum Sachsen-Weimar in vereinbarung mit der Thüringischen Alters- und Invalidenversicherung. Sie hat den Charakter einer Volksheilstätte. Erster Chefarzt ist Dr. Serves.
1902Sanitätsrat Dr.Adam Koppert wird Chefarzt der Sophienheilstätte (bis 1934).
1902Der Fabrikarbeiter Miritz William Bromme absolviert seine erste Kur in der Sophienheilstätte. Weitere Kuraufenthalte 1904 und 1905. Publikation "Lebensgeschichte eines modernen Fabrikarbeiters" mit einer ausführlichen Beschreibung seiner Kuren in der Sophienheilstätte.
1904Die Sophienheilstätte geht in die Obhut der Landesversicherungsanstalt Thüringen über. In den Jahren 1911 und 1912 wird ein großzügiger Erweiterungsbau errichtet, der bis heute noch Bestand hat.
1924Lungenfacharzt Dr. Adolf Tegtmeier wird Oberarzt der Sophienheilstätte.
ab 1925Entwicklung der Sophienheilstätte zu einer thoraxchirurgischen Klinik, ausgestattet mit leistungsstarken Röntgenapparaten und modernen medizinischen Geräten.
1925Einrichtung eines Luftbadebetriebes mit dosierter Bewegung in der Sophienheilstätte sowie eines Sonnenbades.
1927Pfleger der Sophienheilstätte beschweren sich öffentlich, aber vergeblich, über ihre ausufernden Arbeitszeiten.
1930Oberarzt Tegtmeier stellt auf der 5. Tagung der Südostdeutschen Tuberkulosegesellschaft in Breslau erfolgreiche Thorakokaustik-Operationen aus der Praxis der Sophienheilstätte vor.
1932Die LVA ist in der Weltwirtschaftskrise nicht in der Lage alle Krankenhäuser voll zu betreiben, die Sophienheilstätte wird nur zur Hälfte belegt.
1934Dr- A. Tegtmeier wird Chefarzt der Sophienheilstätte. Er wirkt bis 1967 als Chefarzt bzw. Ärztlicher Direktor an den Tuberkulose-Heilstätten Bad Berka.
seit 1935Durchführung aller chirurgischen Behandlungen der modernen Lungenkollapstherapie in der Sophienheilstätte.
1941Erlass über den Einsatz Tuberkulöser in der Produktion, Patienten der Sophienheilstätte fertigen Sicherungen für elektrische Leitungen.
1945Wiederholte Bombardierung des Benzintanklagers im Ilmtal nahe dem Rittergut München. Die Sophienheilstätte bleibt verschont.
1945 – 1949Erweiterung der Sophienheilstätte durch die Zuordnung von Haus Rodberg bei Bad Berka (1945), Schloss Tondorf (1947) und der ehemaligen Knappschaftsheilstätte Bad Berka (1949). Umbenennung der Sophienheilstätte in Heilstätte 1.
1949Chefarzt Tegtmeier berichtet auf seiner Tuberkulosetagung in Sülzhayn über erste Erfolge der Chemotherapie in der Heilstätte 1.
1951 – 1957Neubau einer modernen Tuberkuloseklinik für 570 Patienten durch die Regierung der DDR im Gefüge des schon vorhandenen Heilstättenkomplexes. Der erste Block wird 1954 zur Nutzung übergeben. Nunmehr erfolgt im klinischen Zentrum Bad Berka die chemotherapeutische Behandlung aller Formen der Tuberkulose. Ärztlicher Direktor ist Dr. A. Tegtmeier.
60er/ 70erDie Zentralklinik Bad Berka entwickelt sich von einer reinen Tuberkuloseklinik zu einem bedeutenden Herz-Kreislaufzentrum, das fast das gesamte Gebiet der Herzchirurgie und Pneumologie abdeckt.
ab 1990Um- und Ausbau der Zentralklinik zur Zentralklinik Bad Berka GmbH mit umfassend erweitertem Profil. Die Heilstätte 1 (Sophienheilstätte) wird geschlossen.

Quelle: "Schach der Tuberkulose, aber matt? – Die Lungenheilstätten Bad Berka"
Birgit Berndt, Christa Kouschil
edition bodini, Berlin 2008

Entwicklung der Zentralklinik (1990 – 2000)

Entwicklung der Zentralklinik (1990 – 2000)

DatumEreignis
1990Nach der politischen Wende im Herbst 1989 wurden demokratische Veränderungen eingeleitet, die absehen ließen, dass auch im Gesundheitswesen neue Strukturen entstehen würden. Für die Zentralklinik für Herz- und Lungenkrankheiten musste ein neuer Träger gefunden werden.
1990Die Zentralklinik für Herz- und Lungenkrankheiten beinhaltet die Hauptabteilungen Kardiochirurgie, Lungenheilkunde, Thoraxchirurgie, Kardiologie, Orthopädie und Urologie.
Nov. 1990Kooperationsvertrag mit der RHÖN-KLINIKUM AG
16.05.199116. Mai: Gründung der Zentralklink Bad Berka GmbH
01.10.19911. Oktober: Gründung der Klinik für Neurochirurgie
01.01.1992Gründung der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie
März 1992Beginn der Bauarbeiten an der Zentralklinik Bad Berka mit dem Bau eines neuen OP-Zentrums
01.05.1992Gründung einer eigenständigen Klinik für Kardiologie
01.10.1992Abgabe des Versorgungsauftrages für Urologie an das Kreiskrankenhaus Blankenhain
09.10.1992Richtfest: OP-Gebäude
01.04.1993Gründung der Klinik für Angiologie
20-jähriges Bestehen der Klinik für Kardiochirurgie
Arbeitsbeginn der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin im neuen OP-Gebäude
4./5.12.1993Eröffnung: OP-Gebäude
31.12.1993Rückgabe der Sophienheilstätte in München
01.01.1994Gründung der Klinik für Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie
01.02.1994Gründung der Klinik für Neurologie
07.02.1994Umzug der Endoskopie der Klinik für Pneumologie in das OP-Gebäude
1994Richtfest: Bettenhaus
25.08.1995Eröffnung des neuen Bettenhauses
Beginn der Rekonstruktion, Modernisierung und Überglasung des Zentralgebäudes
Juli 1996Umzug: Labor
Aug. 1996Umzug: Kinderstation
12.08.1996Eröffnung: rekonstruiertes Zentralgebäude
Abriss: Westtrakt
24.04.1997Richtfest: Westtrakt
29.05.1998Eröffnung: Westflügel
Abriss: Wirtschaftshof und Osttrakt
Mai 1998Umzug: Institut für bildgebende Diagnostik
02.06.1998Eröffnung: PET-Zentrum
01.07.1998Eröffnung: Zentrum für Querschnittgelähmte
02.07.1999Richtfest: Osttrakt
Okt. 1999Fertigstellung: Osttrakt
14.10.1999Eröffnung: Isotopentherapiestation – damit Erweiterung des PET-Zentrums in die Klinik für Nuklearmedizin/PET-Zentrum
19.10.1999Umzug und Erweiterung: Zentrum für Schlafmedizin in den Verbindungsbau zum Osttrakt

Entwicklung der Zentralklinik (2000 – 2010)

Entwicklung der Zentralklinik (2000 – 2010)

DatumEreignis
07.07.20001. Operation im offenen MRT
Juli 2000Einbau: Multi-Detektor-Computertomograph
01.12.2000Inbetriebnahme: Hubschraubersonderlandeplatz mit Hangar
19.05.2001Tag der offenen Tür
16.06.2001Wissenschaftliches Symposium
2001Modernisierung und Rekonstruktion: Kulturhaus
22.05.2002Erweiterung der Nuklearmedizinischen Therapiestation auf 15 Betten
26.10.2002Gründung: Patientenakademie für Multiple Sklerose und Epilepsie
29.11.2002Eröffnung: Atemcenter (im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Klinik für Pneumologie)
Jan. 2003Abschluss der Sanierung der klinikeigenen Kindertagesstätte durch neue Inneneinrichtung
Feb. 2003Inbetriebnahme eines 16-Zeilen-CTs
Aug. 2003eigenständige Abteilung für Rhythmologie und invasive Elektrophysiologie eingerichtet
Okt. 2003Inbetriebnahme eines 10-Zeilen-CTs
15.12.2003offizielle Inbetriebnahme der ersten integrierten Energiezentrale mit Brennstoffzelle
Dez. 2003Eröffnung: Inkontinenzzentrum
24.04.2004Kardiologisches Symposium anlässlich der Inbetriebnahme des dritten Herzkathetermessplatzes
01.06.2004Inbetriebnahme: Palliativmedizinische Station/Klinik für Palliativmedizin
Nov. 2004PET-Zentrum für Radioimmuntherapie zertifiziert
2005Klinik für Kardiologie: Kooperationsvertrag mit der Universitätsklinik in Wuhan/China geschlossen
05.09.2005Zwei-Ebenen-Herzkatheteranlage in Betrieb genommen
März 2006Inbetriebnahme der Notfallaufnahme
16.05.200615-jähriges Jubiläum der Zentralklinik Bad Berka
20.05.2006Tag der offenen Tür
Mai 2006Inbetriebnahme: Neues 1,5 Tesla MRT-Gerät
01.01.2007Neuer Geschäftsführer: Martin Bosch
Jan. 2007Institut für bildgebende Diagnostik: Einsatz einer der weltweit schnellsten Computertomographen (CT) für Untersuchungen
April 2007Aufbau einer Unfallchirurgie
20.11.2007Beginn der Bauarbeiten zur Errichtung einer zweiten Energiezentrale
Juli 2008Re-Zertifizierung "Interdisziplinäres Gefäßzentrum"
Juli 2008Erweiterung der chirurgischen Fachkompetenz (Etablierung des Fachschwerpunktes Proktologie)
2009 – 2010umfangreiche Baumaßnahmen: neben zahlreichen Umbaumaßnahmen in der bestehenden Gebäudesubstanz wird ein viergeschossiger Funktionsneubau zwischen dem Kulturhaus und dem OP- und Intensivtrakt entstehen, der baulich mit dem bestehenden OP- und Intensivtrakt sowie dem Westtrakt verbunden wird

Entwicklung der Zentralklinik (seit 2010)

Entwicklung der Zentralklinik (seit 2010)

DatumEreignis
Herbst 2011Gründung: Theranostics Research Center (als Forschungszentrum für seltene Tumore)
20.01.2014Verstärkung für die Nuklearmedizin: Neuer Chefarzt für das Zentrum für Molekulare Bildgebung (Nuklearmedizin, PET/CT)
25.03.2014Erneute Rezertifizierung: Exzellenzzentrum für Neuroendokrine Tumore
27.03.2014Grundsteinlegung für neue Radiopharmazie
24.04.2014Kardiologie der Zentralklinik als Fortbildungsstätte "Spezielle Rhythmologie" anerkannt
01.09.2014Gründung: Querschnittgelähmten-Zentrum/Klinik für Paraplegiologie und Neuro-Urologie
13.10.2014Erfolgreiche Zertifizierung: EndoProthetikZentrum
21.10.2014Erfolgreiche Zertifizierung: LuKreZIA (Lungenkrebszentrum)
02.11.2015Endoprothesenzentrum zum ersten Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung in Mittelthüringen ernannt